12. Juli 2014

Mensch & „künstliche“ Natur

Mensch & „künstliche“ Natur

Im Juli wollte ich mich eigentlich auf die Zanderfischerei im Allgäu konzentrieren. Dass das Fischen auf Zander bei uns nicht einfach ist, dürfte Jedem aufgefallen sein, der es schön öfter auf die Stachelritter probiert hat. Schneidertage gerhören da einfach dazu, allerdings jammern einfach zu viele Kollegen und beklagen sich immer mehr über den „schlechter werdenden“ Fischbestand, obwohl es meistens am fehlenden Zeit- und Arbeitsaufwand selber liegt. Vor allem in den Vereinsgewässern versucht man daher dem Ganzen mit Forellebesatzmaßnahmen entgegen zu wirken. Dass dadurch allerdings auch dass komplette ökologische Gleichgewicht im Wasser gestört und durcheinander gebracht wird, kann man leider immer wieder beobachten und spürt man beim Fischen: – eingeschleppte Krankheiten bzw. erkrankte Besatzfische -> Krankheiten steigen – Futter- und Brutfische werden ohne Pausen gejagt -> „Naturaufkommen“ sinkt – Unnätürlich viel (Oberflächen)Aktivität -> Unruhe im Wasser steigt -> verändertes Fisch-und Fressverhalten So werden leider nach und nach die meisten Vereinsgewässer kaputt gemacht und mutieren mit der Zeit zu reinen Besatzweihern, wie man Sie bereits aus der Fischzucht kennt. Wirklich sehr schade, dass nun auch eines der letzen größeren Zandergewässer, die wir im Allgäu noch haben, immer mehr zum künstlichen Besatzsee mit Forellen wird. Insgesamt habe ich im Juli unnatürlich viele Forellen beim Schleppen, Werfen und Setzten im Juni gefangen, 34 Stück an der Zahl und nur sehr wenige Zander, die alle untermaßig waren! Trotzdem waren ein paar echt schöne Fische dabei…

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AFG Zanderfischen in Italien NEW-page-002                     vlcsnap-2014-06-30-20h57m55s128

vlcsnap-2014-06-30-20h55m25s116 Zum Glück merkt man, dass die Forellen langsam weniger werden, vielleicht wollen dann auch wieder die größeren Zander. Nächste Woche geht’s auf jeden Fall noch einmal in’s Allgäu…. 😉

Wünsch Euch noch ein dickes Petri!

Alex