19. Dezember 2018

Super Zanderfänge im Dezember!

Seit 4 Jahren bieten wir jetzt geführte Angeltouren auf Zander in Italien an, Alex Schütte hat dabei viele Höhen, aber auch Tiefen mit seinen Gästen erleben dürfen.

Gerade das Zanderfischen ist manchmal sehr launisch, genauso wie der „Grande Fiume Po“, der mit 7 meter+ Hochwasser und Niedrigwasser meist den Ton angibt.

In Andy’s Wallercamp haben wir einen super Partner gefunden, der mit top ausgestatten Booten und sauberen Unterkünften alles bietet, was das Anglerherz einfach begehrt!

Auch der Flussabschnitt in Corbola mit vielen Strukturen, endlosen Steinpackung und fast stehenden Seitenarmen bietet einem viele Möglichkeiten und ein perfektes zu Hause für Zander, Waller und Karpfen. Bemerkenswert ist auch immer wieder die stattlichen Größen und die massive Bauweise aller Fischarten, egal ob Fried- oder Raubfisch. Das liegt wahrscheinlich an seiner „Natürlichkeit“ und damit verbundenen extremen Biomasse im Wasser – mehr geht einfach kaum.

Aber wie bereits erwähnt, wird einem hier am Fluss auch nichts geschenkt, umso mehr freut man sich als Guide, wenn man seine Gäste, Freunde und Kollegen erfolgreich zu den Fischen führt.

Mittlerweile bieten wir auch gegen Aufpreis Einzeltouren (1 Person) mit Vollguiding am Po an, was sich durch die durchgehende Betreuung und der Ruhe auf dem Boot bis jetzt immer für unsere Gäste & Guide richtig ausgezahlt hat.

Hier die Story zur letzten geführten Zandertour im Dezember von Alex Schütte:

„Für 8 Tage ging es im Dezember nach Corbola auf Zanderjagd, die Bedingungen schienen nach dem Rückgang des Hochwassers im November optimal. Zwar mussten wir die Fische am ersten Tag etwas suchen, aber gegen Mittag hatten wir die ersten Rückmeldungen auf unsere Gummiköder, allerdings wollte kein Fisch am Haken hängen bleiben. Doch die Umstellung vom Spinnfischen auf das Vertikalfischen brachte den ersten schönen Zander an’s Tageslicht. Auch die folgenden Tage lief es direkt unter dem Boot sehr gut und wir konnten viele und vor allem sehr schöne Zander mit einer richtig guten Durchschnittsgröße fangen. In den ersten Tagen stellten sich auch ganz klar ein paar sehr gute Beisszeiten heraus – da kann man schon mal nervös werden, wenn man auf die Uhr schaut und weiss, das es jetzt gleich losgehen wird. Doch noch ein paar Tagen wurde die Bissfrequenz etwas weniger und die Zander schienen sich wieder etwas umgestellt zu haben.

Daher hab wir es auch mal wieder beim Werfen probiert und gleich beim ersten Wurf eine knallharte Antwort bekommen – „Biss und gleich ein guter Fisch!“. Wir probierten noch eine bisschen rum und wurden auch meistens prompt dafür belohnt, was mich als Guide persönlich auch sehr gefreut hat und die Gäste natürlich genauso.

Doch ein Erlebnis beschäftigt mich bis heute noch: Ich hatte einen richtig guten Biss beim Vertikalfischen und habe auch konzentriert mit voller Kraft den Anhieb gesetzt und sofort einen richtigen guten Widerstand in der Rute gespührt, der gleich schlagartig unterm Boot durchgestartet ist. Nach drei oder vier Kopfschlägen und als der Druck immer größer auf den Fisch und die Rute wurde, war er dann auf einmal nach 3-4 Sekunden Drillzeit einfach weg. Schei***, dass war ein richtig guter Zander! Als dann der Köderfisch am Vertikalsystem an die Oberfläche kam, war ich wirklich fertig mit den Nerven! Der Drilling steckte immer noch im Köderfisch, als wäre garnichts passiert. Fu**, der Fisch muss den Köder so hart zwischen den Kiefern „Schraubstockartig“ gehalten haben, dass von meinem Anhieb einfach gar nichts beim Fisch angekommen sein muss. Jetzt war mir natürlich gleich bewusst, dass es sich um einen Zander der Superlative handeln musste, da ich beim Anhieb wirklich voll durchgezogen hab und er den Köder nur „gehalten“ hat.

Auch bei den Sommer- und Herbsttouren habe ich bereits zwei richtig große Zander im Drill und kurz vor der Landung verloren, aber das gehört leider zum Fischen dazu!

Zwei Tage nach dem Schraubstock-Erlebnis sind wir allerdings nochmal richtig entschädigt worden, da ich nach einem fast Schneidertag noch die richtige Idee hatte, es an einem anderen Spot für eine paar Würfe im letzten Sonnenlicht noch zu probieren.

Am Spot angekommen, nach ca. 15 Würfe kam dann wie aus dem Nichts ein heftiger Volleinschlag und ich wusste gleich, auf Grund der ruhigen und kräftigen Kopfschläge, dass es sich um einen richtig guten Zander handelt. Was dann an die Oberfläche kam hat selbst mich als erfahren Zanderfischer wirklich komplett aus den Latschen gehauen. Ein Zander, der bis jetzt alle dagewesen Dimensionen einfach übertroffen und die Schallmauer durchbrochen hat. Nachdem der Fisch mit der Kamera dokumentiert und wieder zurückgesetzt wurde, haben wir natürlich noch ein paar Würfe gemacht.

Und in der ganzen Euphorie und beim Geschichten-Erzählen, ging nach 10 Minuten nochmal ein heftiger Ruck durch meine Rute – angehauen, guter Druck, doch der Zander verabschiedete sich auch gleich wieder. Der Gummifisch kam fast abgezogen vom Jighaken wieder zurück. Das lag leider daran, dass ich ihn nach dem dicken Bullen nicht austauschen wollte, obwohl er oben am Jihaken doch sehr ausgerissen war.  Und das kann leider zu solchen Fischverlusten führen, da der Köder nicht mehr auf dem Jighaken richtig sitzt und beim Einsaugen des Zanders einfach abgezogen wird und der Haken in dem schlechten Winkel nicht mehr richtig greifen kann. Mein Tipp: Wechselt immer den Köder, wenn er nicht mehr fest auf dem Jighaken hält.

Auch am letzten Tag blieben wir bei der Strategie und konnten auch noch einen schönen Abschlussfisch fangen. Es macht echt richtig Spass, wenn fast jeder Plan beim Fischen aufgeht und zeigt mir persönlich natürlich auch, dass ich mein Handwerk und den Po einfach immer besser verstehe!

Für die nächsten Touren sind bei mir  fast alle Plätz ausgebucht, aber mein Kollege Christoph Eder wird mich daher im Februar und März 2019 als zweiter Guide mit unterstützen.  Seine persönlich Vorstellung wird bald folgen, alleine in 2018 konnte er einige schöne alpine Fische fangen, darunter ein Zander-Doppelschlag mi 82 & 87cm an einem Tag und eine paar richtige dicke Barsche bis unglaublich 51cm!!!

Falls ihr also Interesse an einer geführten Tour mit Chris habt, meldet euch gern bei uns und wir sehn uns auf einen der geilsten und fischreichsten Flüsse Europas – dem „Grande Fiume Po“!

Fischreiche Grüße und Petri Heil,

Alex Schütte