Gummifisch vs. Köderfisch
Die letzte Tour war wieder sehr lehrreich und ein paar schöne Zander gab es noch oben drauf. Die Flussfischerei ist immer spannend und die Bedingungen schienen optimal zu sein. Nachts sind die Temperaturen auf -5 Grad gefallen. Die Wassertemperatur lag bei 4,2 Grad. Bei solchen kalten Bedingungen mit Schneefall und gefroren Köderfisch-Eimern haben wir schonmal wahre Sternstunden erlebt. Ob es auch bei dieser Tour so war, erfahrt ihr hier im Bericht
Einen Tag bevor die erste Gruppe ankam, begab sich Alex auf die Suche nach den Zandern. Anfangs war es noch sehr ruhig und auf dem Live-Echolot und der Fluss wirkte fast wie ausgestorben. Keine Futterfische und Zander waren zu sehen. Doch genau solche Bedingungen ließen trotzdem weiter hoffen.
Am Nachmittag war es dann soweit und der erste Zander 2026 packte sich den Köder. Der Biss war sehr zaghaft und dumpf, auch der Drill war anfangs sehr ruhig, bis der Fisch an die Oberfläche kam und der Scheibenwischer losging. Mit heftigen Kopfschüttlern versuchte der Zander den Haken wieder loszuwerden. Es war ein richtig schöner und großer Zander, der kurz darauf im Kescher landete.

So in’s neue Jahr und in die Tour zu starten ist natürlich super und lies auf weitere fischreiche Tage am großen Fluss hoffen. In den Abendstunden waren noch 2-3 Zander auf dem Echolot zu beobachten, aber richtig aktiv und in Beisslaune waren die Fische nicht.
Am nächsten Tag kam dann die erste 4er Gruppe aus der Steiermark an. Ein Gast aus der Gruppe war bereits letztes Jahr am Po und konnte einige kapitale Zander fangen, obwohl er das erst mal beim Zanderfischen war. Der erste Tag ist meisten ein Einfischen, Ankommen und sich mit den fängigsten Methoden vertraut machen. Fisch gab es leider keinen. Trotzdem konnten wir ein paar schöne Zander auf dem Bildschirm beobachten, die anscheinend mehr neugierig als hungrig waren. Am nächsten Tag haben wir uns deshalb mehr auf das Vertikalfischen konzentriert, quasi den Heimservice der aktiven Fischerei.
Dann kamen auch die erste Fische, nur leider nicht unsere Zielfische, sondern Katzenwelse, die an dem Tag sehr aktiv waren.
Am dritten und vierten Tag waren dann die Zander wieder aktiver und wir konnten neben ein paar weiteren Katzenwelsen noch vier schöne Zander fangen. Die meisten Fische schienen auch den Gummifisch zu bevorzugen, was immer wieder interessant zu beobachten ist.




An manchen Tagen fängt der Gummifisch einfach besser und an manch anderen der Köderfisch am Fireball System. Schneidertage gibt es natürlich auch in Italien.
Es folgten und standen wirklich einige schöne Zander direkt am Köder, leider ohne Happy End. Ein paar Fehlbisse oder misslungene Anhiebe gibt es beim Vertikalfischen immer wieder. Faszinierend und lehrreich ist es alleine schon die Fische auf dem Live Echolot beobachten zu dürfen und daraus zu lernen bzw. zu wissen das man nichts falsch macht, sondern die Fische am Ende des Tages entscheiden, ob man was fängt oder auch nicht. Ein absoluter Ausnahme Zander der weit über die Meter Markierung auf dem Bildschirm ragte, ging dem Köder zweimal hinterher, hat sich die Sache lange angeschaut und drehte leider irgendwann ab und verschwand wieder in der Tiefe. Das war bis dato der größte Zander den wir bis jetzt beobachten durften. Jede Flosse war perfekt erkennbar, die Schwanzflosse riesig und der Körper so dicke wie ein großer Waller. Wir sind uns sicher, dass absolute Rekordfische in Italien rumschwimmen, die bis zu 120 cm erreichen können.
Die zweite 4er Gruppe aus Österreich kamen von der Donau und musste lange auf ihren ersten Zander warten. Am letzten Tag kam allerdings noch der erhoffte Großzander und ein Kleiner gesellte sich noch dazu. Bei beiden Fischen war es auch wieder der Gummifisch, der gefangen hat. Bei der Tour hatte der Kunstköder definitiv die Nase vorne, bei anderen Touren war es aber auch schon oft der Köderfisch. Manchmal muss es einfach ein Gummibärli sein, wenn es ansonsten nur Fisch zu fressen gibt.

