Zwei Minuten im Drill
Als Jungfischer hab ich immer davon geträumt, irgendwann einen richtig großen Hecht zu fangen. Lange hab ich darauf hingearbeitet – immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass genau dieser Fisch irgendwann mal am anderen Ende der Schnur hängt.
Als ich dann zum ersten Mal Renkenfischen war, musste ich allerdings schon ein bisschen schmunzeln. Ausgerechnet die Leibspeise des Hechts hat mehr Dampf als er selbst. 😄
Einen Tag werde ich dabei wohl nie vergessen: Mit feinem Gerät und der Laufrolle konnte ich gleich drei Renken über 40 cm an einem einzigen Tag fangen. Was diese Fische an der leichten Rute für einen Drill abgeliefert haben, hätte ich vorher nie erwartet. So sehr, dass mir am Abend vom vielen Drillen sogar der Arm wehgetan hat.
Seitdem weiß ich: Manchmal muss es eben nicht der Großhecht sein. Auch die vermeintliche Beute kann einem ordentlich was abverlangen – und genau das macht für mich die Faszination am Renkenfischen aus.
Hier ein gutes Beispiel dafür und ein zweiminütiger Drill einer schönen Renke, die zu den schmackhaftesten Fische unserer Region gehört.